Mir ist bei der Durchsicht meines Archives aufgefallen, dass die Art der fotografierten Maschinen sehr stark meinen persönlichen Motorradgeschmack wiederspiegelt. Es war also mal wieder Zeit für einen Chopper, denn davon habe ich nicht so viele Fotos wie von anderen Maschinen.

Und da der Richard sowieso noch ein Shooting bei mir gut hatte (er ermöglichte mir und Heiko das Shooting in der Reifenfabrik mit Heikos S1000XR), traf ich mich kurzerhand wieder am altbekannten Ort, um Richards wuchtige Honda VTX 1300 abzulichten.

Fällt euch zwischen den beiden oberen Bildern bzgl. der Belichtung etwas auf? Beide Fotos wurden an der gleichen Stelle gemacht. Beim ersten Bild (Maschine schaut nach links) habe ich zwei Blitze verwendet und sehr kurz belichtet, um das Tageslicht etwas zurückzudrängen. Dadurch sind die Reifenstapel etwas konturierter und das Schwarz und Silber der Maschine treten besser hervor.

Das Foto darunter (Maschine schaut nach rechts) ist hingegen nur mit Tageslicht aufgenommen worden. Per se kein schlechtes Bild, aber die Belichtung ist irgendwie… gewöhnlicher würde ich sagen. Man sieht den Sonneneinfall auf den Reifenstapeln und die Maschine wirft einen harten Schatten auf den gepflasterten Untergrund.

Merke: Blitzlicht bringt in vielen Situationen erst die Qualität in einem Foto.

Es folgen ein paar Details der breiten Koffer mit den unübersehbaren Blinkern und dem Rücklicht. Diese Aufnahmen sind wieder bei Tageslicht gemacht worden (also ohne Blitz), da sich kurz ein paar Wolken vor die Sonne schoben und das Licht somit weicher wurde.


Das untere Foto ist der lebende Beweis dafür, dass die Blitzlicht dann eben doch nicht immer notwendig ist. Hier habe ich einzig und allein mit Tageslicht gearbeitet. Besonderheit: Da die Honda quasi nur aus spiegelnden Oberflächen besteht, muss man sehr gut aufpassen, was sich in der Oberfläche spiegelt. Sonst hat man ungewollte das hinter der Kamera stehende Gebäude mit im Bild, oder die dicke Nase des Fotografen.

Hier hilft es, das Bike auf den Seitenständer zu stellen. Dadurch kippt es von der Kamera weg, und die spiegelnden Flächen zeigen vornehmlich den Himmel.

Danach war es Zeit, in die Reifenfabrik zu gehen. Für Richard bedeutete dies mitunter Schwerstarbeit, denn nicht für jede kurze Strecke hat er die Maschine angelassen, und vollgetankt wiegt das Schmuckstück 324 kg. Holla die Waldfee.

In der Fabrik musste ich meist keine Blitze verwenden. Die gleichmäßige und helle Deckenbeleuchtung sorgte für ein gutes Licht, mit dem die Konturen der Maschine schön betont wurden.
In der Fabrik kam mir die moderne LED-Beleuchtung wirklich zu Gute. Vor ein paar Jahren wurde von Leuchtstoffröhren auf LED gewechselt. Dies ist deutlich heller und energiesparender, von der Umweltfreundlichkeit gar zu sprechen. Für mich als Fotografen bedeutete das: Helles, gleichmäßiges Licht mit einer Farbtemperatur, welche sich gut mit der Farbtemperatur des Tageslichtes verträgt (wenn Fenster mit im Bild sind wie unten).


Dies ist Teil 1 vom Shooting mit Richards VTX 1300. Bald kommt der zweite Teil mit weiteren Blitzattacken und anderen schönen Ideen!

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