Heute gibt es nur einen kurzen Artikel mit wenig Bildern. Es war kalter Februar und mir brannte das Fotografieren unter den Nägeln. An einem Abend schnappte ich mir Kamera und Motorrad und fuhr zu einer Brücke, die in der Nähe von meinem Wohnort ist. Ein sehr einfacher Setup: Kamera auf Stativ, Langzeitbelichtung.


Die Magie dieses Bildes liegt in der Komposition. Ich habe circa eine halbe Stunde probieren, rangieren und ein- auszoomen müssen, bis ich mit der Bildaufteilung zufrieden war. So sah das ganze aus (Handyfoto):


Lustige Randnotiz: Als ich auf den Knien in gebückter Haltung an der Kamera hantierte, hielten zwei Passanten hintereinander an und fragten, ob ich verletzt sei und Hilfe bräuchte. War in dem Moment lustig, aber irgendwie finde ich es auch gut. Zu oft liest man, dass Leute an Menschen vorbeigehen, die tatsächlich auf der Erde liegen und Hilfe brauchen.

Schwierig ist in dieser Situation das Mischlicht. Die Brückenbeleuchtung hat starke Orangetöne, die Beleuchtung von (vorbeifahrenden) Autos und dem Motorrad im Gegenzug dazu sehr blau. Wenn ihr im oberen Bild euch das Geländer rechts im Bild anschaut, seht ihr dass es blau ist. Das kommt daher, dass rechts außerhalb des Bildes ein Taxi parkte, welches die Scheinwerfer noch eingeschaltet hatte. Da ich aufgrund der orangelastigen Straßenbeleuchtung den Weißabgleich nach blau hin verschieben musse, ist das Geländer blau geworden (welches von weißem Licht beschienen wurde). Gut, ich hätte dies auch noch nachträglich am Computer korrigieren können, aber irgendwie ist es ein netter zusätzlicher Farbtupfer und stört nicht.

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