Die Honda CBR1000RR Fireblade ist ein in der Motorradwelt nicht ganz unumstrittenes Superbike. Die einen lieben es (völlig zu recht) für die Eleganz, Sportlichkeit und den am Gebrauchtmarkt recht günstigen Anschaffungspreis. Die anderen rümpfen die Nase, weil die Maschine ihnen nicht außergewöhnlich genug ist.

Mir ist das alles wurscht, ich finde die Maschine todschick und besonders die sportliche Rennlackierung des Honda Repsol-Teams hat es mir angetan.


Ich habe mir mit dem Shooting gleich zwei Wünsche erfüllt. Zum Einen wollte ich eine solche Maschine mal fotografieren, zum Anderen ein Shooting in einer verlassenen Industriehalle durchführen.


Das Problem dabei: Ich kannte weder jemanden mit einer Fireblade in Repsol-Lackierung, noch war mir eine verlassene Industriehalle bekannt, welche für ein Motorrad frei zugänglich gewesen wäre. Aber ich kannte ein altes verlassenes Fabrikgelände, welches für meine Zwecke geeignet war.


Ich bestellte mir im Internet ein wunderbar detailliertes 1:6 Modell der Maschine. Das Modell ist ca. 33 cm lang, so dass es mit der richtigen Perspektive wie ein normal großes Motorrad wirken würde.


Ich platzierte das Modell auf dem Boden, den ich vorher notdürftig gefegt und von kleinen Steinchen und dem gröbsten Sand befreit hatte (Merke: Man muss aus der nächsten Umgebung des Modells alles verschwinden lassen, was eine Größenreferenz abgeben könnte).

Das sah dann so aus:


Durch die Positionierung der Kamera auf dem Fußboden konnte ich das Bike “auf Augenhöhe” fotografieren. Eine geschlossene Blende (meist f18, auch wenn das Bild unten was anderes sagt) sorgte für eine hohe Tiefenschärfe, so dass der “Miniatureffekt” einer Nahaufnahme nicht sofort ins Auge fällt. Ich entschied mich für ein 70-200mm Teleobjektiv, da ich durch die hohe Brennweite Vorder- und Hintergrund wunderbar zusammenrücken konnte (die sog. “Kompression” bei hohen Brennweiten – in der Tiefe weit auseinanderstehende Objekte erscheinen näher zusammen).


Und hier das finale Foto aus dieser Perspektive:

Die obige Aufnahme ist mein Lieblingsbild aus der Serie, da die Achse des Motorrads mit der Säulenreihe flichtet. Das lässt die Maschine sehr dynamisch erscheinen, obwohl sie nur abgestellt ist.

In der Nachbearbeitung habe ich Steinchen und Dreck vom Boden entfernt, um das Bild a.) sauberer erscheinen zu lassen und b.) alle Größenreferenzen zu eliminieren. Am Modell habe ich, je nach Aufnahmewinkel, ein paar kleine Details wie Angüsse an den Spritzgussteilen entfernt und die Scheinwerfer aufgehellt (da das Modell aus ersichtlichen Gründen kein Licht hat).


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